Young Voices – gegen Antisemitismus und Diskriminierung
Junge Stimmen. Klare Haltung. Gemeinsam gegen Diskriminierung.
Antisemitismus und Diskriminierung begegnen jungen Menschen heute in ganz unterschiedlichen Formen – im Alltag, in gesellschaftlichen Debatten und zunehmend auch in digitalen Räumen. Mit dem Projekt „Young Voices – gegen Antisemitismus und Diskriminierung“ schaffen wir einen Raum, in dem junge Menschen Wissen aufbauen, eigene Erfahrungen reflektieren, miteinander ins Gespräch kommen und ihre Stimme aktiv einbringen können.
Junge Menschen stärken – Wissen, Haltung und Handlungskompetenz
Im Mittelpunkt des Projekts stehen 15 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren. Sie setzen sich intensiv mit unterschiedlichen Erscheinungsformen von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung auseinander und entwickeln gemeinsam Strategien für einen respektvollen und konstruktiven Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten.
Dabei geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln. Die Teilnehmenden werden darin gestärkt, eine eigene reflektierte Haltung zu entwickeln, sprachfähig zu werden und selbst aktiv zu handeln.
Von der Auseinandersetzung zur eigenen Stimme
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Verbindung von politischer Bildung und Medienkompetenz.
Gemeinsam beschäftigen wir uns unter anderem mit:
- verschiedenen Erscheinungsformen von Antisemitismus
- Rassismus und anderen Formen von Diskriminierung
- gesellschaftlicher Polarisierung und kontroversen Debatten
- Antisemitismus und Diskriminierung im digitalen Raum
- Desinformation und digitalen Radikalisierungsstrategien
- Social Media, Algorithmen und Reichweitenmechanismen
- digitaler Gegenrede und zielgruppengerechter Kommunikation
Das erworbene Wissen wird anschließend praktisch umgesetzt: Die Teilnehmenden entwickeln eigene digitale Bildungsformate, beispielsweise Social-Media-Beiträge, Kurzvideos, Reels oder Audioformate. So werden sie selbst zu Multiplikator*innen und tragen ihre Perspektiven und Inhalte in ihre Communities und digitalen Netzwerke.
Dialog statt Gegeneinander
„Young Voices“ möchte Räume schaffen, in denen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven Platz haben.
Gerade bei Themen wie Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und dem Nahostkonflikt braucht es die Fähigkeit, miteinander im Gespräch zu bleiben, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und gleichzeitig klar gegen Diskriminierung Stellung zu beziehen.
Deshalb fördern wir Dialogfähigkeit, Perspektivwechsel und eine reflektierte gesellschaftliche Haltung.
Gemeinsam lernen. Gemeinsam gestalten.
Das Projekt verbindet den direkten Zugang von Young Voice zu jungen Menschen aus vielfältigen, insbesondere migrantisch geprägten Lebenswelten mit der fachlichen Expertise der Bildungsstätte Anne Frank in den Bereichen Antisemitismusprävention, diskriminierungssensible Bildungsarbeit, Demokratieförderung und Medienbildung.
In verschiedenen digitalen und analogen Formaten lernen die Teilnehmenden, reflektieren gemeinsam und entwickeln eigene Ideen. Von einem gemeinsamen Auftakt über Fach- und Medienseminare bis hin zur Produktion und Veröffentlichung eigener Inhalte begleitet das Projekt die Teilnehmenden auf ihrem Weg von der Wissensvermittlung zur eigenen Handlung.
Unsere Ziele
Wissen stärken
Antisemitismus und Diskriminierung erkennen, verstehen und kritisch einordnen.
Medienkompetenz fördern
Digitale Inhalte, Desinformation und Radikalisierungsstrategien erkennen und reflektieren.
Eigene Stimmen stärken
Junge Menschen befähigen, ihre Perspektiven einzubringen und gesellschaftliche Debatten mitzugestalten.
Dialog ermöglichen
Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven zusammenbringen und konstruktiven Austausch fördern.
Wirkung multiplizieren
Junge Menschen als Multiplikator*innen stärken, damit sie Bildungsimpulse in ihre eigenen Communities und Netzwerke tragen.
Von Young Voices in die digitalen Räume
Die Stimmen der Teilnehmenden sollen nicht im Seminarraum bleiben.
Im Laufe des Projekts entstehen eigene digitale Inhalte, die über Social-Media-Kanäle und bestehende Netzwerke sichtbar gemacht werden. Dadurch erreichen die Themen weitere junge Menschen und schaffen neue Impulse für Auseinandersetzung, Dialog und gesellschaftliches Engagement.
Projektlaufzeit
15.07.2026 – 31.12.2026
Zielgruppe
15 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren
Projektleitung
Ceren Uyar
Das Projekt „Young Voices – gegen Antisemitismus und Diskriminierung“ wird durchgeführt von Young Voice TGD e.V. in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank. Es wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung und ermöglicht durch die Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.


